
Direkt nach dem Stricken oder Häkeln wirkt ein Maschenbild oft noch unruhig. Fäden stehen leicht ab, Reihen ziehen sich zusammen und das Stück hat noch nicht seine endgültige Form gefunden.
Nach dem Waschen entspannen sich viele Garne. Baumwolle kann glatter werden, Wolle füllt sich etwas auf, Leinen wird weicher und Mischgarne zeigen erst dann ihren tatsächlichen Fall.
Darauf solltest du achten
- ob die Maschen gleichmäßiger werden
- ob das Stück länger oder breiter wird
- wie weich oder fest die Oberfläche wirkt
- ob Muster noch klar sichtbar bleiben
Eine Probe muss nicht groß sein, aber sie sollte ähnlich behandelt werden wie später das fertige Projekt. Nur dann zeigt sie zuverlässig, wie sich Garn und Muster wirklich verhalten.
Besonders bei Kleidung lohnt sich dieser Schritt. Ein Top, Pullover oder Cardigan kann nach dem Waschen deutlich anders fallen als während des Arbeitens.


