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Der Raglan-Schnitt ist wieder sehr präsent


Raglanpullover von oben gestrickt mit sichtbaren Raglanlinien auf Rundstricknadeln

Der Raglan-Schnitt erlebt aktuell eine deutliche Wiederbelebung. Charakteristisch sind die schräg vom Halsausschnitt bis unter die Achsel verlaufenden Linien, die Ärmel und Vorder- beziehungsweise Rückenteil miteinander verbinden. Diese Konstruktion sorgt für eine klare, sportlich-elegante Optik und eine ausgewogene Schulterform.

Besonders im Top-Down-Stricken ist Raglan beliebt. Die Zunahmen entlang der Raglanlinien strukturieren das Gestrick sichtbar und ersetzen dekorative Elemente durch konstruktive Linienführung. Dadurch entsteht ein reduziertes, modernes Erscheinungsbild, das gut zu minimalistischen Designs passt.

Auch in gehäkelter Kleidung wird der Raglan-Schnitt zunehmend umgesetzt. Hier entstehen die Linien durch gezielte Maschenzunahmen oder strukturierte Übergänge. Das Ergebnis bleibt funktional und gleichzeitig optisch klar definiert.

Ein Vorteil des Raglan-Schnitts liegt in seiner Passform. Durch die diagonale Linienführung verteilt sich die Weite harmonisch über Schultern und Oberkörper. Bewegungsfreiheit wird erhöht, ohne dass das Kleidungsstück unförmig wirkt. Gerade bei leichten Garnen und fließenden Silhouetten kommt dieser Effekt gut zur Geltung.

Raglan-Modelle eignen sich für Pullover, Cardigans, leichte Sommertops oder auch Sweatshirt-ähnliche Strickstücke. In neutralen Farben und feinen Garnqualitäten wirken sie zeitlos und vielseitig kombinierbar.

Die Rückkehr des Raglan-Schnitts zeigt, dass klassische Konstruktionsformen neu interpretiert werden können. Klare Linien, gute Passform und technische Präzision stehen im Vordergrund und unterstreichen die moderne Ausrichtung aktueller Strick- und Häkelmode.

Amelie

Ich bin Amelie (31), verheiratet und Mutter von zwei Kindern. Stricken und Häkeln habe ich mir selbst beigebracht – abends auf dem Sofa, mit schlafendem Baby neben mir und vielen wieder aufgetrennten Reihen. Heute liebe ich genau diesen Weg: ausprobieren, Fehler machen und daraus lernen.

Besonders gern arbeite ich mit weichen Naturgarnen und alltagstauglichen Projekten – von Accessoires bis Geschenken. Hier teile ich meine Erfahrungen und Tipps für entspanntes, kreatives Handarbeiten.