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Textilkennzeichnung


Textilkennzeichnung und Pflegehinweise auf Strickwaren

Auf Garnbanderolen und in Anleitungen finden sich häufig Abkürzungen. Sie geben Auskunft über die Faserzusammensetzung oder textile Eigenschaften. Wer die Kürzel kennt, kann Garne besser vergleichen und bewusster auswählen.

Hier findest du eine kompakte Übersicht der wichtigsten Bezeichnungen.

Tierische Fasern

KürzelBedeutung
WOWolle (Schurwolle)
WVSchurwolle
WSKaschmir
WAAngora
WPAlpaka
WMMohair
WYYak
WKKamelhaar
WLLama
WVNVicuña
SESeide

Hinweis: WO ist die allgemeine Bezeichnung für Wolle, WV steht speziell für Schurwolle.

Pflanzliche Fasern

KürzelBedeutung
COBaumwolle
LILeinen (Flachs)
CVViskose
CMDModal
CLYLyocell (z. B. Tencel)
Bamboomeist Bambus-Viskose

Bambus wird häufig nicht mit offiziellem Kürzel angegeben, sondern ausgeschrieben.

Synthetische Fasern

KürzelBedeutung
PANPolyacryl
PCPolyacryl (ältere Bezeichnung)
PESPolyester
PAPolyamid
ELElasthan
PPPolypropylen

Polyamid (PA) wird häufig in Sockengarnen beigemischt, um die Haltbarkeit zu erhöhen.

Häufige Mischungen

Auf Banderolen findest du meist Prozentangaben, zum Beispiel:

  • 75 % WO / 25 % PA
  • 60 % CO / 40 % PAN
  • 70 % WP / 30 % SE

Die Prozentzahlen geben an, wie stark jede Faser im Garn vertreten ist.

Weitere textile Angaben auf Garnbanderolen

Neben den Inhaltsstoffen stehen häufig:

  • Lauflänge (z. B. 120 m / 50 g)
  • empfohlene Nadelstärke (z. B. 4–5 mm)
  • Maschenprobe (z. B. 20 M × 28 R = 10 cm)
  • Pflegehinweise (Waschsymbol)

Was bedeutet „reine Schurwolle“?

„Reine Schurwolle“ bedeutet, dass das Garn ausschließlich aus neuer, unverarbeiteter Wolle vom lebenden Schaf besteht. Es handelt sich nicht um recycelte Wolle.

Fazit

Die Abkürzungen auf Garnetiketten helfen dir, die Zusammensetzung schnell zu erkennen. Besonders bei Mischgarnen lohnt sich ein Blick auf die Prozentanteile, um Eigenschaften wie Weichheit, Elastizität oder Strapazierfähigkeit besser einschätzen zu können.

Amelie

Ich bin Amelie (31), verheiratet und Mutter von zwei Kindern. Stricken und Häkeln habe ich mir selbst beigebracht – abends auf dem Sofa, mit schlafendem Baby neben mir und vielen wieder aufgetrennten Reihen. Heute liebe ich genau diesen Weg: ausprobieren, Fehler machen und daraus lernen.

Besonders gern arbeite ich mit weichen Naturgarnen und alltagstauglichen Projekten – von Accessoires bis Geschenken. Hier teile ich meine Erfahrungen und Tipps für entspanntes, kreatives Handarbeiten.